13. Dezember 2025 – Autor: Lukas Becker (PKV Experte)
DKV BMK/0 im Check: Warum dieser „Premium"-Tarif dich teuer zu stehen kommen kann
Du zahlst fast 950 Euro im Jahr für deine private Krankenversicherung und gehst davon aus, dass du dafür Premiumschutz ohne Wenn und Aber bekommst? Dann solltest du jetzt genau hinsehen. Der DKV-Tarif BMK/0 verspricht Topschutz – doch eine detaillierte Analyse mit der SC3-Methode zeigt: Hinter den vollmundigen Werbeversprechen verbergen sich erhebliche Lücken und Einschränkungen, die dich im Ernstfall richtig teuer zu stehen kommen können.
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Was der Tarif verspricht – und wo er scheitert
Auf den ersten Blick klingt alles großartig: 100 % Erstattung bei ambulanten Behandlungen, Naturheilverfahren inklusive, keine allgemeine Selbstbeteiligung. Doch wer genau in die Vertragsbedingungen schaut, erlebt eine böse Überraschung. Die ambulante Behandlung in Krankenhausambulanzen ist nicht rechtssicher abgedeckt. In den Bedingungen werden nur niedergelassene Ärzte ausdrücklich genannt – Krankenhausärzte fehlen komplett. Das bedeutet: Wenn du dich in einer Notfallambulanz oder bei einem approbierten Krankenhausarzt behandeln lässt, hast du keinen garantierten Anspruch auf Erstattung. Für einen angeblichen Premiumtarif ist das ein massives Defizit.
Heilmittel und Hilfsmittel: Flexibilität? Fehlanzeige!
Bei Heilmitteln wie Logopädie, Ergotherapie oder Osteopathie erstattet der Tarif zwar bis zu 100 % – allerdings nur, wenn die Therapie im starren Heilmittelverzeichnis des Versicherers steht. Neue oder innovative Therapieformen? Pech gehabt. Dieser Katalog wird nicht automatisch aktualisiert, sodass du bei modernen Behandlungsmethoden auf den Kosten sitzen bleiben kannst. Ähnlich verhält es sich bei Hilfsmitteln: Nur wenn du über den hauseigenen Bezugskanal der DKV bestellst, gibt es 100 % Erstattung. Kaufst du eigenständig – etwa weil du ein besseres Angebot gefunden hast oder auf Beratung deines Arztes vertraust –, zahlst du 20 % selbst. Das ist nicht nur unflexibel, sondern schränkt deine Entscheidungsfreiheit massiv ein.
Psychotherapie: Das größte No-Go
Besonders kritisch wird es bei der ambulanten Psychotherapie. Die ersten 30 Sitzungen werden noch mit 100 % erstattet – danach sinkt die Leistung auf 80 %, ab der 61. Sitzung sogar auf nur noch 70 %. Und das auch nur, wenn der Versicherer vorher zugestimmt hat. Wer eine Langzeittherapie benötigt – und das ist bei vielen psychischen Erkrankungen die Regel –, steht also nicht nur vor hohen Eigenkosten, sondern muss sich auch noch durch administrativen Aufwand und Genehmigungsverfahren kämpfen. Für einen Tarif, der fast 950 Euro im Jahr kostet, ist das schlicht inakzeptabel. Auch im stationären Bereich gilt: Psychotherapie nur nach vorheriger Zusage. Das bedeutet Unsicherheit genau dann, wenn du schnelle und unkomplizierte Hilfe brauchst.
Zähne: Hohe Kosten, niedrige Leistung
Im Zahnbereich wird es nicht besser. Zahnbehandlungen werden grundsätzlich nur mit 75 % erstattet – außer, du gehst zu einem Kooperationszahnarzt der DKV, dann gibt es 85 %. Klingt erst mal okay, oder? Problem: Diese Kooperationsärzte sind oft schwer zu finden, unpraktisch gelegen oder dir völlig unbekannt. Du bist also faktisch in deiner freien Arztwahl eingeschränkt. Bei Implantaten wird es noch enger: maximal sechs Implantate pro Kiefer sind versichert. Im Alter, wenn oft mehr Zahnersatz nötig wird, kann das eng werden. Zudem gibt es in den ersten fünf Jahren eine Zahnstaffel, die von 1.000 auf 5.000 Euro ansteigt – viel zu wenig, wenn eine umfangreiche Implantatversorgung oder mehrere Kronen anstehen. Weitere Einschränkungen im Zahnbereich:
  • Material- und Laborkosten werden über Verzeichnisse begrenzt
  • Kieferorthopädie nur bis zum 18. Lebensjahr
  • Inlays und Implantate ebenfalls nur 75 % bzw. 85 % bei Kooperationsärzten
Wer hochwertige Zahnversorgung erwartet, wird hier enttäuscht.
Kuren und Reha: Symbolleistung statt echtem Schutz
Bei Kurleistungen und Anschlussheilbehandlungen offenbart sich eine weitere Schwachstelle: Stationär gibt es lediglich 30 Euro pro Tag für maximal 28 Tage – ohne Unterkunft, ohne ärztliche Behandlung, ohne Heilmittel oder Arzneimittel. Das ist eine reine Symbolleistung, die den Namen „Leistung" kaum verdient. Ambulante Kurleistungen sind noch schwächer. Für einen Premiumtarif ist das schlicht peinlich.
Was läuft gut?
Fairness halber: Nicht alles ist schlecht. Vorsorgeuntersuchungen werden vollständig nach gesetzlichen Programmen erstattet, unabhängig von Beitragsrückerstattungen. Arznei- und Verbandmittel sind zu 100 % gedeckt. Schutzimpfungen inklusive Auslandsreisen werden vollständig übernommen. Im stationären Bereich hast du Anspruch auf Einbettzimmer und Privatarztbehandlung in Privatkliniken. Sehhilfen werden mit bis zu 500 Euro alle zwei Jahre bezuschusst – für einfache Brillen ausreichend, bei Gleitsichtgläsern und hochwertigen Gestellen wird es allerdings knapp. Operative Sehkorrekturen wie Lasik sind möglich, aber nur nach vorheriger schriftlicher Zusage – wieder eine Einschränkung. Heilpraktikerleistungen werden mit 80 % bis 1.000 Euro erstattet, Naturheilverfahren mit 100 % bis 1.000 Euro. Das ist solide, aber nicht üppig.
Preis-Leistung: Stimmt das Verhältnis?
Mit knapp 946 Euro Jahresbeitrag (2026) liegt der Tarif im oberen Premiumsegment. Der Arbeitgeberzuschuss von etwa 473 Euro mindert die Last, aber unterm Strich zahlst du viel Geld für einen Tarif, der in wichtigen Bereichen deutliche Schwächen zeigt. Die Beitragsrückerstattung gibt es nur im ersten Jahr mit 2.100 Euro – danach nichts mehr. Das steuerliche Einsparpotenzial ist gering. Die Tarifgeneration stammt aus den Jahren 2013 bis 2017, die letzten Beitragsanpassungen erfolgten 2024/25. Die versicherungstechnische Überschussermittlung liegt zwischen 62 % und knapp 80 % – ein Hinweis darauf, dass weitere Beitragssteigerungen nicht unwahrscheinlich sind.
Fazit: Premium-Label, aber keine Premium-Leistung
Der DKV-Tarif BMK/0 mag auf den ersten Blick solide wirken, hält aber nicht, was das Premium-Versprechen suggeriert. Fehlende Rechtssicherheit bei Krankenhausambulanzen, massive Einschränkungen in der Psychotherapie, starre Kataloge bei Heil- und Hilfsmitteln, begrenzte Zahnleistungen und symbolische Kurleistungen machen deutlich: Hier bekommst du nicht das, wofür du zahlst. Unser Rat: Wenn du bereits in diesem Tarif versichert bist oder ihn in Erwägung ziehst, lass unbedingt eine unabhängige Analyse durchführen. Mit der SC3-Methode lassen sich versteckte Risiken und Kostenfallen aufdecken. Prüfe Alternativen, die bessere Leistungspakete bieten – insbesondere in den Bereichen Psychotherapie, Heilmittelversorgung und Zahnersatz – bei stabileren Beiträgen und transparenteren Bedingungen. Du willst wissen, ob dein Tarif hält, was er verspricht? Auf www.meinmakler-24.de kannst du ein kostenloses Erstgespräch buchen und eine detaillierte, individuelle Analyse erhalten. Denn eines ist sicher: Bei fast 1.000 Euro im Jahr hast du ein Recht darauf zu wissen, wofür du zahlst – und ob es das wirklich wert ist.
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